Wie sich PV und Stromspeicher an einem Standort sinnvoll ergänzen lassen, zeigt unser Projekt in Passau-Heining.
Hier betreibt die Sem-pur GmbH eine 2,06 MWp PV-Anlage gemeinsam mit einem FENECON Industrial XL. Beide Anlagenteile nutzen dieselbe bestehende Infrastruktur: Netzanschluss, Anschlussleistung und Transformator. Das Prinzip der Co-Location bringt dabei einen entscheidenden Vorteil: Die vorhandene Infrastruktur kann für beide Systeme genutzt und die Gesamtkosten entsprechend aufgeteilt werden. Nicht dauerhaft benötigte Netzanschlusskapazitäten der Erzeugungsanlage werden so für den Speicher wirtschaftlich nutzbar gemacht und schaffen so die Grundlage zusätzliche Erlösmöglichkeiten.
Und auch im Betrieb ergänzen sich PV und Stromspeicher:
Scheint mittags die Sonne, kann die PV-Anlage Strom erzeugen. Wird ihre Einspeisung begrenzt, kann der FENECON Industrial XL stattdessen günstigen Strom aus dem Netz beziehen und speichern. In den Abendstunden wird dieser wieder zu attraktiven Preisen vermarktet. So entstehen zusätzliche Erlöspotenziale, während die bestehende Infrastruktur effizienter genutzt wird.
Für Florian Mühldorfer waren bei der Entscheidung für FENECON aber nicht nur die wirtschaftlichen Vorteile ausschlaggebend. Auch regionale Nähe, Verlässlichkeit und Cybersicherheit spielten eine wichtige Rolle. Mit dem Projekt wollte die sem-pur GmbH auch eine Musteranlage schaffen, die ihren Kunden und Partnern den praktischen Weg zur Nutzung und die Erlösmöglichkeiten eines Großspeichers aus erster Hand aufzeigt.
Kundensteckbrief
- Kunde: sem-pur GmbH
- Branche: Freiflächen-PV-Anlagen & Stromvermarktung
- Einsatzort: Saldenburg/Passau/Heining
Das Projekt im Detail
- FENECON Industrial XL
- 1.500 kW Leistung
- 4.072 kWh Kapazität
- Vermarkter: SKVE
- PV-Anlage: 2,06MW
- gemeinsamer Einspeisepunkt in Co-Location
- Anschlussleistung, Einspeisepunkt: Trafo 2MW, Stadtwerke Passau
- installiert durch: SolarPur AG
Genutzte FEMS-Apps
- FEMS-App Modbus Schreibzugriff
- Schnittstelle zu Vermarktern
Resultate
- Infrastruktur-, Trafo- und Netzanschlusskosten konnten durch die Co-Location aufgeteilt werden
- Die Erwartungen an Speicherleistung und Rendite wurden bereits im ersten Betriebsmonat übertroffen
- erwartete Amortisationszeit Speicher: 4,5 Jahre
Energy Journey
Dank des aufgestellten Industrial XL ist eine Vermarktung am Standort möglich. Dies dient als Vorlage für weitere Anlagen. Das Projekt zeigt optimal wie vorhandene Aufstellorte mit Netzanschlusspunkten ohne Neuerschließung mit einem Stromspeicher erweitert werden und zusätzliche Erlösmöglichkeiten erschlossen werden können.
Beispielverlauf an einem Sonntag:
lange Mittagszeit mit niedrigem Börsenstrompreis und damit Index für zu viel Energie und zu wenig Abnahme. Perfekter Zeitpunkt um den Speicher mit günstigem Strom und damit netzdienlich zu laden.
Abends Entladung des Speichers bei benötigter Energie im Netz und daher hohem Börsenstrompreis und maximalen Erlösen
Beispielverlauf an einem Montag;
Abgabe des Stromes bei benötigter Energie im Netz, z.B. beim Hochfahren von Anlagen und hohem Börsenstrompreis.
Beladen des Stromspeichers beim Mittagspeak und maximaler Erzeugung der PV-Anlagen
„Bereits im ersten Betriebsmonat hat die Anlage ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt und sowohl die Erwartungen an den Speicher als auch die prognostizierte Rendite deutlich übertroffen.“
Florian Mühldorfer, Geschäftsführer, Sem-pur GmbH


